#Ostermarsch2026: Uwe Salzwedel (VaD) – "Ihr habt ihn mir genommen"
Uwe Salzwedel sprach für den Verein Alternatives Denken (VaD) und hielt eine der bewegendsten Reden des Ostermarsches in Strausberg. Mit einer einfachen, aber tiefgehenden Geschichte rief er zum zivilen Ungehorsam gegen die Kriegsmaschinerie auf. Der Originalton wird von deutschen und englischen Untertiteln begleitet.
"Ihr habt ihn mir genommen"
"Ein kleiner Junge aus sozialschwächeren Verhältnissen, ungefähr zehn Jahre alt, steht am Grab seines Vaters. Eine große Luxuskarosse hält, ein wohlbegleiteter Mann steigt aus, stellt sich neben den Sohn des gestorbenen Vaters, legt ihm die Hand auf den Kopf und sagt: 'Es tut mir leid, mein Junge, dass du deinen Vater im Krieg verloren hast.' Der Sohn guckt hoch, in seinen blauen Augen verschwinden die Tränen, und er guckt den Mann an und sagt: 'Ich habe meinen Vater nicht verloren. Ihr habt ihn mir genommen.'"
Salzwedel kommentierte: "Väter gehen nicht verloren, sie werden genommen. Und solange sich ein Krieg rechnet, solange Profit höher ist als Friedenswille, wird man den Kindern die Väter nehmen, wird man den Frauen die Männer nehmen, wird man den Müttern die Söhne nehmen."
Die Profitinteressen hinter dem Krieg
"Solange Profitraten größer sind als die Gefahr fürs eigene Leben, werden Profit-Haie Profit machen. Das Irre an der Geschichte ist, dass dieser reiche Mann, der am Grab steht, für seine Kinder und seine Familie sorgen wird, dass sie nicht in den Krieg ziehen, dass sie nicht in zerstörten Städten leben."
Er kritisierte Politiker, die aus dem gleichen Topf schöpfen wie die Rüstungsindustrie: "Solange Politiker mit aus diesem Topf schöpfen, wo der Profit herkommt, werden sie nicht für den Frieden eintreten."
Ziviler Ungehorsam gegen Kriegstüchtigkeit
Salzwedel rief in Erinnerung an Martin Luther King zum zivilen Ungehorsam auf: "Es ist erlaubt, die Wehrpflicht nicht einzugehen. Es ist erlaubt, die Waffe nicht zu nehmen. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich wehrhaft oder kriegstüchtig bin."
Er warnte vor dem Begriff der Kriegstüchtigkeit: "Kriegstüchtigkeit ist im tiefsten Innern bereits der Angriff. Kriegstüchtigkeit, was man uns jetzt einreden will, ist die Vorbereitung auf einen Krieg."
Mit einem Blick auf 1914 schloss er: "Niemand darf diesen Satz noch mal prägen: 'Wenn der Krieg nicht zu verhindern ist, dann müssen wir jetzt anfangen.' Der ist falsch."
Salzwedel freute sich über das "bunte Bündnis" in Strausberg und rief auf: "Lasst uns gemeinsam friedensfähig statt kriegstüchtig werden."
Technische Hinweise
Das Video enthält den Originalton der Rede mit deutschen und englischen Untertiteln. Auf manchen Geräten wird das BitChute-Video in einem neuen Tab geöffnet.
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