Hinweis: Der folgende Redebeitrag gibt die persönliche Meinung des Sprechers wieder. Wir als Veranstalter und der Galerie Inhaber teilen diese Einschätzung nicht unbedingt in allen Punkten, stellen sie aber wegen der Meinungsfreiheit und der Bedeutung des Themas zur Diskussion.
#Ostermarsch2026: Andreas Wagner (Privatperson) – "Butscha hat für mich dieselbe Bedeutung wie die Lüge von Gleiwitz"
Andreas Wagner arbeitet als Dolmetscher für die russische Sprache und sprach beim Ostermarsch in Strausberg als Privatperson. Er bezeichnete sich als "bekennenden Freund des russischen Volkes und des ukrainischen Volkes" – und vor allem als "bekennenden Freund des Friedens und bekennenden Hasser aller Kriegstreiber". Der Originalton wird von deutschen und englischen Untertiteln begleitet.
Die Kontroverse um Butscha
Wagner zog eine historische Parallele: "Ich komme immer wieder auf Butscha zurück, weil Butscha für mich dieselbe Bedeutung hat wie damals die Lüge vom Sender Gleiwitz." (Anm.: Der Gleiwitz-Vorfall 1939 war eine von den Nazis inszenierte Attacke, die als Vorwand für den Überfall auf Polen diente.)
Er stellte den zeitlichen Ablauf dar: "Die russischen Truppen sind am 30. März aus Butscha abgezogen. Am 2. bzw. 3. April wurde der Presse und Experten und sogar Forensikern des Westens erst der Zutritt zu Butscha ermöglicht. Und was sie dort untersuchen konnten, war das, was der ukrainische Geheimdienst für sie vorbereitet hatte."
Wagner sagte: "Ich glaube die Erklärung von Präsident Putin, von Außenminister Lawrow und vom UN-Botschafter Nebensja, die ganz eindeutig gesagt haben: Das war eine von Kiew und vom Westen konstruierte Provokation. Und dabei bleibe ich."
Kritik an Sanktionen und Meinungsfreiheit
Er beklagte die Entwicklung in Deutschland: "Man kann wegen einer anderen Meinung sofort sanktioniert werden, ohne Gerichtsurteil, ohne die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Das ist eine Schande. Das hat mit Demokratie und Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tun."
Als Beispiele nannte er den Journalisten Hüseyin Dogru und den Schweizer Ex-Oberst Bot, der in Brüssel festsitze: "Er kann nicht nach Hause, weil die Sanktionen auch ein Reiseverbot innerhalb der Europäischen Union beinhalten."
Wagner kritisierte die Begründung der Bundesregierung, Sanktionen dienten dem Schutz europäischer Informationsräume: "Was sind denn das für Informationsräume, die durch ein paar andere Meinungen beschädigt werden? Gemeint ist wahrscheinlich, dass andere Meinungen diese Lügengebäude zum Einsturz bringen sollen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen."
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